Craniosacral Therapie

Die Craniosacral Therapie hat sich aus einem Teilgebiet der Osteopathie zu einer eigenständigen Therapieform entwickelt

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Ursprung in der Osteopathie

Die Osteopathie wurde von A.T.Still gegen Ende des 19. Jahrhunderts als neue Therapieform entdeckt. Ursprünglich als Arzt ausgebildet lernte er nach dem Tode dreier seiner Kinder bei den Heilern der Shawnee Indianer wie auch bei den Knocheneinrenkern seiner Zeit weitere Heilmethoden und führte selber viele anatomische Studien durch. Still sprach von der Einheit aus Körper, Geist und Seele und erkannte einen Selbstheilungsmechanismus. Er kam zu dem Schluss, dass der Ursprung von Krankheiten in einer Bewegungseinschränkung der Knochen zu finden sein müsste, gefolgt von einer entsprechend eingeschränkten Blutzirkulation und Nervenversorgung und nannte daher seine neue Behandlungsmethode Osteo (=Knochen) -Pathie (=Leiden).

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Craniale Osteopathie

Die Craniale Osteopathie entstand nach 1900 durch den Osteopathen W.G.Sutherland, einem direkten Schüler von Still. Er entdeckte die Möglichkeit der minimen Beweglichkeit von Schädelknochen an einem gesprengten Schädel. Neben dem Atemrhythmus und unserem menschlichen Puls fühlte er einen noch langsameren Rhythmus, den er als Lebensatem oder Vitalität (später cranialer rhythmischer Impuls genannt) bezeichnete. Diese rhythmischen Bewegungen konnte er vor allem in Verbindung mit der menschlichen Hirnhaut ertasten und therapeutisch beeinflussen und dadurch den Körper regulieren und regenerieren. Sutherland etablierte die craniale Behandlung als Bestandteil der Osteopathie neben der parietalen und der visceralen Osteopathie.

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Craniosacral Therapie

Die Craniosacral Therapie entwickelte sich um 1970 als eigenständige Therapie. Es fliessen die Techniken der cranialen Osteopathie in eine Behandlung mit ein, zum Teil auch viscerale oder parietale osteopathische Techniken, während der Hauptfokus der Therapie die körperlich-emotionale Prozessbegleitung und Integration ist. Sie ist den Ursprüngen und Grundsätzen von A.T. Still treu: Der Fokus einer Behandlung wird auf die Selbstheilungskräfte des Körpers gelenkt, der aus seinen funktionellen Einschränkungen herausbegleitet werden soll. Die wohlwollend wahrnehmende Begleitung der verschiedensten körpereigenen Rhythmen und Prozesse über die Hände unterstützt die Regeneration der Gewebe des Körpers hin zu einem neuen Gleichgewicht und stärkt seine natürliche Regulationsfähigkeit. Mehr dazu....